Jakob Jones
Don't Go Far
Is Watching You
Road To Anywhere
Under Control

Herkunft: Bern (CH)
Geburtsdatum: 15.08.81
Stil: Tech House / Techno

 

Alles begann mit einem Denon Plattenspieler aus den 70er. Das Holzgehäuse von welchen der Lack schon abblätterte und der oxidierende, von Spinnwaben behängte Tonarm waren Zeugen eines schon fast veralteten Audiosystems. Im alter von 12 Jahren schnappte ich mir den Plattenspieler, borgte heimlich ein paar Platten aus der Hippiesammlung meiner Eltern und richtete mir in meinem Zimmer eine Anlage bestehend aus einem Plattenspieler und einem Tapedeck ein. Die ersten Scratchversuche klangen miserabel und ähnelten den Scratchsessions auf den Hip Hop Tapes nicht im Geringsten. Mit 17 kaufte ich meine erste Schallplatte und besiegelte somit den Packt mit der Sucht des Sammelns.

 

Anfänglich noch schüchtern, überkam mich bald einmal das unangenehme Gefühl nicht oft genug die Plattenregale in Musikstores zu durchstöbern um meine Sammlung zu erweitern und jede Rarität in meinem Besitz zu wissen. Schon nach kurzer Zeit zog es mich nach Zürich, Berlin, Paris oder New York um die Plattenregale der Metropolen zu durchwühlen und meiner Sucht die Befriedigung zu geben. Angefangen Zuhause wo bald das Zimmer kaum mehr Staumöglichkeit für mein Wertvolles Vinyl und meine Decks bot, kam die Anfrage ob ich bei ein paar Kumpels in deren Musikraum einsteigen möchte. Diese Option eröffnete mir total neue Wege und Möglichkeiten. Der gegenseitige Austausch und die technische Verbesserung beim Auflegen waren deutlich zu spüren. Mit der Zeit kamen die ersten Anfragen von Privatpartys und Quartierpups in welchen ich gelegentlich auflegte. Doch der generelle Wandel in der Szene gefiel mir nicht mehr und ich hatte mühe mich noch mit dieser Musik identifizieren zu können.

 

2005 sah ich in Sydney ein Konzert von The Prodigy. Auf Einmal war da was völlig neues: was schnelles, was treibendes und was elektronisches. Das geweckte Interesse fühlte sich wie zu Beginn meiner Plattensammlung an und ich wollte mehr… Angefangen mit Chillout und Breakbeats, änderte sich auch das Wiedergabemedium. Das auflegen mit Laptop via Interface eröffnete mir die Möglichkeit diverse Stilrichtungen auf den Plattenteller zu projizieren und zu bearbeiten. Auch die Beschaffung neuer Songs mittels downloaden  wurde um einiges einfacher. Als die alte Gemeinschaft im Studio bezüglich unterschiedlicher Musik- und Interesserichtung auseinander brach, bat sich für mich die Möglichkeit ins Livid einzusteigen. Durch experimentieren mit verschiedenen Stilrichtungen von House über Elektro House bis hin zu Minimal, hatte ich schlussendlich Tech House und Techno entdeckt. Die Vielfalt dieser Richtungen hatte mich ungemein fasziniert und spiegelte den Zeitgeist meiner Person wieder. Ich bin erst am Anfang meiner elektronischen Entdeckungsreise und will mehr..!